Die Auferstehung

DIE AUFERSTEHUNG

Die dunkle Nacht beginnt. Alles was bisher galt, bricht zusammen. Es ist eine bewusste Wahrnehmung deiner eigenen dunklen und halbdunklen Verliese und Beziehungen.

Grausames Leid bestimmt deine Tage und begleitet dein Sein. Eine dumpfe Trauer, die nach Erlösung schreit, befällt dich. Es erdrückt dich, es engt dich ein, es würgt dich.

Es geht ums Sterben, wenn die Zeit zum Sterben gekommen ist. Wenn der Atem ausgeht, geht der Wesenskern in seinen Mutterschoss zurück und wird neu geboren. Eine schonungslose Wahrheit schneidet wie Glas in deine Einsamkeit, und dennoch macht sie dich frei. Und bevor du den Schutzpanzer wieder enger um dich schnallst, bevor er dich wieder ganz einwickelt, gehst du zu Grunde. Zu deinem Urgrund. In deinen Seelengarten, in deine Immerwirklichkeit. Der Ort, von dem die Gedanken und Gefühle ausgehen. Du gehst dorthin und lässt sie neu entstehen. Der Seelenhunger treibt dich voran un du tanzt mit dem Tod. Das Lebendige und das Tote vereinigen sich und das eine erkennt in sich das andere. Alles was jetzt mit deinem Herzen in Berührung kommt, wird davon verwandelt und frei. Wenn du es zu diesem heilsamen Punkt geschafft hast, wartet auf dich etwas Heilsames, das niemanden zurück weist.

Es geht ums Heimkehren. Es geht um die Liebe. Es geht um die Hingabe.

Auf jeden Winter folgt ein Frühling.

Immer.

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